Sommer, Familie, Bergurlaub

Die Suche nach einem Bio-Bauernhof für unseren Familienurlaub im letzten Jahr hatte gefühlt ewig gedauert. Und dann war alles ganz schnell klar: Wir fahren auf den Rieplhof.

Unsere Freude auf die Tiere, den Blick vom Hochplateau hinunter nach Rosenheim, den nahen Chiemsee und die Berge war so groß, dass wir sogar eigene Lieder dichteten. Der erste Blick in die Ferienwohnung im Holzhaus und vom Balkon war vielversprechend. Alles andere würde sich schon zeigen.

Nach einem Frühstück mit frischer Milch aus dem Kuhstall fuhren wir am ersten Tag hinunter ins 25 Minuten entfernte Prien am Chiemsee. Am ersten Tag nicht die nahe Umgebung erkunden? Ja, aber nur, weil in Prien eben ein Highlight wartete.

Am Hafen steuerten wir aber nicht etwa das Riesenrad oder das nächste Ausflugsschiff an, sondern den Bahnsteig der Chiemsee-Bahn. Unser zugbegeistertes Kind wäre ohnehin in keine andere Richtung gelaufen.

Die Dampf-Straßenbahn ruckelt seit 1887 die knapp 2 Kilometer lange Strecke zwischen Bahnhof Prien und dem Hafen entlang. Während am Wochenende Dampflok Laura schnaubt und pfeift, fährt unter der Woche die Diesellok Lisa. Die Waggons sind liebevoll gepflegt und die Fahrt sorgte für breites Grinsen – am meiste natürlich bei unserem Kind.

Nach der Hin- und Rückfahrt entschieden wir uns dem langsam ansteigenden Trubel am Hafen zu entgehen und Zuhause – so fühlte sich das schon jetzt an – den Bauernhof und dessen Umgebung zu erkunden.

Während sich rundherum langsam Gewitterwolken auftürmten, waren die Kühe kurz vor dem Melken noch sehr entspannt. Kein Wunder auf einer so blumigen Wiese mit bestem Ausblick.

Wir folgten den Kühen zum Melken in den schönsten Stall, den ich je gesehen habe. Ja, alt und rissig. Aber welcher Stall hat schon echte Säulen?

Genug Highlights für heute. Dachten wir zumindest bis uns die Karten für die besten Plätze im Gewitter-Kino in die Hände fielen. Vom Balkon beobachten wir Drei wie Rosenheim und das Alpenvorland unter einer heftigen Regenfront versanken.

Das Schauspiel tröstete mich ein bisschen darüber hinweg das Teleobjektiv zuhause vergessen zu haben. Da wären nochmal ganz andere Aufnahmen möglich gewesen.

Während der Regen dann auch über uns hinwegzog und die Stadtlichter die fehlenden Sterne ersetzten, sammelten wir neue Energie. Für einen neuen Tag, an dem wir nicht nach unten, sondern weit nach oben wollten.

9 Kommentare

    1. Schön, dass dir die Fotos gefallen. Der Ausblick war tatsächlich sehr besonders und hat uns – gerade bei Gewitter – sehr begeistert. Zum Hof und den Tieren kommt aber auch noch ein extra Beitrag :)

    1. Danke, von der Kirche kommen auch jeden Fall noch einige Fotos. Das war echt ein schönes Motiv – direkt vom Balkon aus :)

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